Schulgeschichte Zusammengefasst von Hans Peter Klauck Noch 1781 bestand in Saarwellingen nur eine Winterschule, die 18 Wochen dauerte. Der Schulsaal war die Wohnstube des Lehrers. Der Lehrer war zugleich auch Küster. Allerdings forderte man die Gemeinde auf, im Sommer wenigstens an Sonntagen einige Stunden Schule für alle Kinder im Alter von 7 bis 14 Jahren zu halten. 1772 tauschte die Gemeinde das alte Schulhaus, welches abgerissen werden sollte, weil es zu nahe an der Kirche stand, gegen die Wohnung der Eheleute Nikolaus Poth und Margaretha Sträßer in der Kirchengasse. Später wurde ein Haus vor der Kirche angeschafft, welches im Jahre 1816 nebst Kirche und dem größten Teil des Dorfes abbrannte. Als Schulhaus diente das ehemals fürstliche Schloss, das die Gemeinde 1816 angekauft hatte. 1839/1840 wurden dort 250 Kinder unterrichtet, 1842 waren es 290 Schüler. Eine neue Klasse musste gebildet werden. Erstmals wurde eine Lehrerin eingestellt, die auch den notwendigen Handarbeitsunterricht erteilen konnte. Diesen erteilte die Lehrerin jeden Tag in der letzten Stunde des Nachmittags, von 15-16 Uhr. 1850 waren in Saarwellingen folgende Lehrer tätig: Lehrer Wirz (vermutlich bis 1828), Lehrer Meyer (1818-1855), Lehrer Ludwig (1828-1850) und die Lehrerin Hayn (ab 1842). Die Schülerzahlen stiegen von 432 (im Jahre 1874) auf 959 (im Jahre 1912). Die Klassenzahl stieg von 5 auf 12, so dass im Jahre 1912 durchschnittlich 80 Schüler pro Klasse unterrichtet wurden. 1873 wurde immer noch in den Wintermonaten Ganztagsunterricht und in den Sommermonaten Halbtags-Unterricht gegeben. So hatten die Kinder Zeit, ihren Eltern bei der Feldarbeit zu helfen. 1875 wurde von der Gemeinde für die neu zu bildende fünfte Klasse in der Nalbacher Straße (nähe Marktplatz) ein Haus angekauft. In diesem Haus wurden zwei Wohnungen für Lehrerinnen, eine Lehrerwohnung und ein Lehrsaal eingerichtet. 1877 mietete der Gemeinderat drei Zimmer in der Lebacher Straße, nähe Marktplatz. Zwei davon wurden zu einem Schulsaal hergerichtet. Im dritten Zimmer wohnte ein Lehramtsanwärter. In den Jahren 1878/1879 wurde das Schlossgebäude um vier Säle erweitert. Dazu gehörten ferner eine Lehrerwohnung und Kellerräume. 1895 nutzte man auch den Saal der jüdischen Klasse. Diese wurde fortan in einem Privathaus unterrichtet. 1902/1903 baute die Gemeinde ein neues Schulhaus im Kappelgarten mit vier Schulsälen. Zuerst wurden nur drei Klassen eingerichtet. Die vierte diente mit den übrigen Räumen als Lehrerwohnung. 1913 wurde mit dem Bau der Waldschule begonnen, die allerdings erst 1923 fertiggestellt wurde. Die jüdische Gemeinde kaufte 1905 in der Engelstraße ein Haus für 9000 Mark, das fortan als Schule und Lehrerwohnung diente. Nach dem Zweiten Weltkrieg erfolgte der Wiederaufbau der zum Teil stark beschädigten Schulgebäude. Die Kappelschule (Donauschule) war zu 80%, die Schlossschule zu 70 bis 80% und die Waldschule zu 15% beschädigt. Während der Instandsetzungsarbeiten wurden die Kinder in Sälen der Gastwirtschaften unterrichtet. An der Donauschule begann der Unterricht wieder am 26. April 1949. Durch den Bau des Ortsteil „Wald“ wurde auch dort ein neues Schulhaus notwendig. Auf Initiative des 1. Beigeordneten der Gemeinde Ludwig Geraldy wurde das Schulhaus 1955 fertiggestellt und nach ihm benannt. Im Jahre 1966 konnte die neu erbaute Gutbergschule bezogen werden. Das zwölfklassige Schulgebäude, mit dessen Bau bereits 1963 begonnen wurde, weihte der damalige Kultusminster Werner Scherer am 14. Februar 1966 ein. Durch den Neubau hatte die Gemeinde die Möglichkeit geschaffen, das Schlossschulhaus zu räumen. 2002 wurde im Ortsteil Saarwellingen in folgenden Schulen unterrichtet: an der Grundschule Gutberg Saarwellingen (mit Gutberg- und Kappelschulhaus) an der Grundschule II Saarwellingen (Ludwig-Geraldy-Schule) an der Erweiterten Realschule an der Kreissonderschule G (Waldschule) Die Ortsmitte von Saarwellingen um die Jahrhundertwende 1900. In der Mitte der offene Bachlauf des Heßbaches, rechts der Schlossplatz.
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